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Schluss mit dem Excel-Flickenteppich

Warum Vermögensverwaltungen ein CRM brauchen

Kundendaten in Excel, Absprachen im E-Mail-Postfach. Das funktioniert, bis der Aufwand wächst oder die Aufsicht nachfragt. Wie ein zentrales CRM Ordnung schafft und warum es auch für kleinere Häuser erreichbar ist.

Die Ausgangslage: Es läuft doch auch so?

Viele unabhängige Vermögensverwaltungen arbeiten seit Jahren mit Excel-Listen und viel persönlicher Erfahrung. Das ist nachvollziehbar, denn ein eigenes CRM erscheint oft zu teuer und zu aufwendig. Die Grenzen zeigen sich aber spätestens dann, wenn das Haus wächst oder eine Schlüsselperson ausfällt. Das Wissen steckt dann in einzelnen Köpfen und Tabellen.

Der Kern: Ein kundenzentriertes System statt vieler Insellösungen

Ein CRM stellt den Kunden in den Mittelpunkt und bündelt alle Informationen an einer Stelle:

  • Eine zentrale Datenquelle. Stammdaten, Ansprechpartner, Verträge und Kommunikation sind einmal gepflegt und nicht in mehreren Listen doppelt.
  • Depotbank-Schnittstellen. Datenanbindungen verschiedener Depotbanken verschaffen einen zentralen Überblick, ohne verschiedene Depotbank-Auswertungen zusammenzuführen zu müssen.
  • Überblick für alle Bereiche. Portfoliomanagement, Kundenbetreuung, Compliance und Backoffice sehen, welche Dienstleistungen mit welchem Kunden vereinbart sind und zu welchen Konditionen.
  • Sichere Kundenkommunikation. Ein geschütztes elektronisches Kundenpostfach zur Übermittlung vertraulicher Dokumente wie Reportings aus CRM heraus.
  • Dokumente im Griff. Das System zeigt, ob alle erforderlichen Unterlagen vorliegen und aktuell sind, zum Beispiel Vermögensverwaltungsvertrag, Legitimation oder Anlagerichtlinien. Wiedervorlagen erinnern an auslaufende oder fehlende Dokumente.
  • Klare Zugriffsrechte. Jeder sieht, was er für seine täglichen Aufgaben benötigt.

Regulatorik: Nachweisbarkeit statt Aufwand

Jedes beaufsichtigte Unternehmen kennt es, Absprachen, Entscheidungen und Prozesse müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Ein CRM unterstützt dabei erheblich:

  • Nachvollziehbare Dokumentation als Grundlage einer revisionssicheren Datenhaltung.
  • Geldwäscheprävention (GwG).
  • Datenschutz (DSGVO). Löschfristen, Einwilligungen und Auskunftsersuchen lassen sich strukturiert umsetzen.
  • Digitale Resilienz (DORA). Ein zentrales, sauber betriebenes System mit definierten Berechtigungen und Datensicherung erleichtert die Nachweise zum IKT-Risikomanagement.

Wichtig dabei: Ein CRM erfüllt Regulatorik nicht von selbst. Es liefert die Struktur, in der Ihre Prozesse sauber, einheitlich und belegbar laufen.

Effizienzgewinne: Weniger Handarbeit, weniger Fehler

Wenn alle Daten zentral und strukturiert vorliegen, lassen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren:

  • Aus Vertragskonditionen und Portfoliodaten wird die Abrechnung automatisiert berechnet und erstellt. Das spart Zeit, vermeidet Fehler und sorgt für nachvollziehbare Ergebnisse.
  • Standardisierte Prozesse. Onboarding neuer Kunden, Vertragsanpassungen oder das Kundenreporting laufen nach festen Abläufen.
  • Überwachung der Anlagerichtlinien. Sind Richtlinien im System hinterlegt und mit den Portfoliodaten verknüpft, lässt sich Handlungsbedarf früh erkennen.
  • Weniger Suchen, mehr Finden. Wer sucht, was mit einem Kunden vereinbart ist, schaut ins System und fragt nicht erst das Schwarmwissen.

„Und unsere bestehenden Daten?“ Migration statt Neuanfang

Die Sorge, dass die über Jahre gewachsenen Daten verloren gehen oder mühsam neu erfasst werden müssen, ist unbegründet. Bestehende Daten aus Excel oder Altsystemen können in ein CRM-Zielsystem in aller Regel übernommen werden. Typischerweise läuft das so ab:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Datenquellen gibt es, und was wird wirklich gebraucht?
  2. Bereinigung: Dubletten, Lücken und uneinheitliche Schreibweisen werden korrigiert. Dieser Schritt lohnt sich fast immer.
  3. Zuordnung (Mapping): Die alten Felder werden den Strukturen des neuen Systems zugeordnet.
  4. Testmigration und Abnahme: Erst nach der Prüfung folgt der eigentliche Umzug.
  5. Produktivstart mit Einweisung und Schulung der Mitarbeitenden.

Wie wir Sie unterstützen: Sie wählen den Integrationsgrad

Ein eigenes CRM-Projekt muss kein Großprojekt sein. Wir bieten als HÖVELRAT Holding AG Unternehmen unterschiedliche Wege an, abhängig davon, wie eng Sie sich anbinden möchten:

  • Know-how-Transfer an eigenständige Tochtergesellschaften: Wir geben die jahrelange Erfahrung in der Administration unseres Systems und die mit unserem Dienstleister individuell entwickelte CRM-Grundstrukturinklusive erprobten Prozessen an Sie weiter, damit Sie starten können. Sie behalten Ihre Eigenständigkeit und nutzen Systeme, Prozesse und Infrastruktur des Verbunds.
  • Gemeinsame Prozesse und Systeme: Bei einer Integration in die PROAKTIVA GmbH übernehmen wir in Zusammenarbeit mit Ihnen die Datenmigration, Einführung, Betrieb und Weiterentwicklung des CRM.

Fazit

Ein CRM ist auch für kleinere Vermögensverwaltungen kein Luxus, sondern die Basis für skalierbare Prozesse, Wachstum und Automatisierung. Mit einem passenden Integrationsmodell ist der Einstieg deutlich einfacher, als viele denken.

Neugierig geworden? Lassen Sie uns ins Gespräch kommen!

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Autor: Susanne Balfanz
HÖVELRAT Holding AG